Bildungs- und Lernprozesse aus migrationspädagogischer Perspektive reflektieren
Migrationspädagogik fragt, wie Bildung in der Migrationsgesellschaft für alle Lernenden differenzfreundlich und rassismuskritisch, also gerechter, gestaltet werden kann. Migrationspädagogik ist Teil der Demokratisierung der Demokratie. Sich mit den Zugehörigkeiten sowie den Lern- und Bildungsvoraussetzungen aller in der Migrationsgesellschaft auseinanderzusetzen, ist zentrale Aufgabe pädagogischen Handelns und erziehungswissenschaftlicher Reflexion.
- Fundierte Einführung in zentrale Perspektiven pädagogischen Handelns im Kontext von Migration
- Analyse migrationsbedingter Dynamiken in Bildung und Institutionen und wie diese Lernprozesse prägen
- Theoretisch fundiert und praxisorientiert, um Bildungsprozesse gerechter und demokratischer zu gestalten
Neuester Stand des wissenschaftlichen Diskurses der Migrationspädagogik
Die 2. Auflage gibt den aktuellen Stand der Diskussion über Anforderungen an pädagogisches Handeln und an pädagogische Institutionen in der Migrationsgesellschaft wieder.
- Kompaktes Grundlagenwissen zur Migrationspädagogik
- Für Fachkräfte aus Schule, Hochschule, Erwachsenenbildung, Jugendhilfe, Sozialarbeit
- Vollständig überarbeitete und erweiterte 2. Auflage, auf dem aktuellen Stand des Diskurses
Inhalt
Vorbemerkung 7
1. Das Anliegen der Migrationspädagogik 9
1.1 Die Analysekategorie Migrationsgesellschaft 9
1.2 Einwanderungs-, Zuwanderungs- oder Migrationsgesellschaft? 17
1.3 Die Perspektive Migrationspädagogik 19
1.4 Anliegen und Aufbau des Buches 32
2. Grenzen, Ordnungen und Bewegungen.
Die Produktion von Migrantzinnen 39
2.1 Gesellschaftsgeschichte als Migrationsgeschichte 39
2.2 Grenzziehungen und Zugehörigkeitsordnungen 47
2.3 Drei idealtypische Formen grenzüberschreitender Wanderung 53
2.4 Europa und die Fluchtfrage 67
2.5 Das Subjekt der Migration 72
3. Die Ordnung des erziehungswissenschaftlichen Diskurses
in der Migrationsgesellschaft 79
3.1 Bildung und Migrationsgesellschaft -
historische und systematische Anmerkungen 79
3.2 Paradigmen des pädagogischen Diskurses über
migrationsgesellschaftliche Differenz 87
3.3 Anfragen an die Interkulturelle Pädagogik -
Kritik aus migrationspädagogischer Perspektive 92
3.4 Migration und Bildung - das Feld empirischer Forschung 98
4. Die Macht des Unterscheidens:
Schule in der Migrationsgesellschaft 113
4.1 Schule als Institution und Praxis 113
4.2 Schule macht Unterschiede 125
6 Inhalt
4.3 Von der Schule der Nation zur Schule (in) der
Migrationsgesellschaft 145
5. Die Sprache(n) der Migrationsgesellschaft 153
5.1 Sprache(n) und Macht 153
5.2 Der Wandel der Sprache(n) 163
5.3 Die bildungspolitische und pädagogische Herstellung (il)legitimer
Sprachen und Zugehörigkeiten 169
5.4 Linguizismuskritische pädagogische Professionalität 177
6. Demokratie, die Migrationsgesellschaft und
ihre politische Bildung 188
6.1 Migrationsgesellschaftlichkeit verweist auf
GrundfragendesPolitischen 188
6.2 Warum politische Bildung? Ein kurzer historischer Überblick 195
6.3 Der Bezug auf den Staat und seine Kritik als Grundlage
politischer Bildung 201
6.4 Politische Bildung in der Migrationsgesellschaft 208
7. Gewöhnliche Unterscheidungen. Wege aus dem Rassismus 222
7.1 Zur Verbreitung rassistischen Denkens, Fühlens und Handelns 222
7.2 Rassismus als Ordnungssystem 228
7.3 Die Schwierigkeit, über Rassismus zu sprechen 243
7.4 Rassismuskritik als pädagogische Querschnittsaufgabe 249
8. Menschenrechte, Differenzfreundlichkeit, Reflexivität.
Umriss migrationspädagogischer Professionalität 267
8.1 Allgemeine Bildungs- und Lernprozesse ermöglichen 267
8.2 Drei Orientierungslinien migrationspädagogischer Professionalität 269
8.3 Migrationspädagogische Professionalität als
Kompetenzlosigkeitskompetenz 299
Literatur 302