Warum nur hypnotherapeutisch oder nur systemisch arbeiten, wenn sich doch beide Ansätze wunderbar kombinieren lassen? Claudia Bernt und Katharina Henz zeigen fundiert, strukturiert und mit viel Humor und Leichtigkeit, wie Menschen in Beziehungen hypnosystemisch begleitet werden können. Während klassische systemische Paartherapie ihre Stärke aus dem Aushandeln von Kommunikationsprozessen zieht, ermöglichen hypnotherapeutische Ideen eine Perspektivenerweiterung: Hypnosystemische Paartherapie findet auf äußeren und inneren Bühnen gleichzeitig statt. So können zusätzlich zu den bewussten Veränderungsprozessen auch vor- und unbewusste Wissensressourcen erschlossen werden. Vieles, was Paaren auf der bewusst-kommunikativen Ebene nicht gelingt, kann nun auf der Körper- und Intuitionsebene verändert werden. Gleichzeitig bietet hypnosystemische Paartherapie einen wirkungsvollen Werkzeugkasten für hochambivalente Konstellationen. Claudia Bernt und Katharina Henz erläutern Grundbegriffe und Grundsätze der hypnosystemischen Arbeit mit Paaren, stellen zahlreiche Methoden und Übungen vor und reichern mit Interventionsideen und Fallbeispielen an – von der ersten Stunde bis zum Therapieabschluss. Der Teile- und biografischen Arbeit werden Extrakapitel gewidmet. Gemeinsam mit dem Buch „99 1/2 Tipps für Paartherapeut:innen“ ist dieses Grundlagenwerk ein Muss für die Ausbildung und für jede paartherapeutische Bibliothek. Und nicht zuletzt: Das Geheimnis, was Autobusse mit dem Thema zu tun haben, wird auch gelüftet.
Inhalt
Vorwort Martina Gross............................................................................... 9
Vorwort Angelika Eck................................................................................. 11
1 Das Beste aus beiden Welten: eine Einleitung............................. 13
1.1 Verortung im Stammbaum paartherapeutischer Familien,
Zweige und Nebenlinien ..................................................... 14
1.2 Best ofsystemische Paartherapie ................................................ 17
1.3 Best ofHypnosystemik................................................................ 22
1.4 Tailor made statt »one size fits all« ............................................ 28
1.5 Unser Leitkonzept: Die Wiener Zwiebel ................................... 30
1.6 Woher kommen eigentlich die kleinen Autobusse?
Sexualität als Querschnittsthema........................................ 32
1.7 Zum Schluss noch ein Blick in die Wirkforschung ................... 33
1.8 Aufeinen Blick: Hypnosystemische Paar- und
Beziehungstherapie .............................................................. 36
2 Die Haltung als Dreh* und Angelpunkt der paartherapeutischen Arbeit ..... 39
2.1 Grundannahmen I: Unsere Blickwinkel aufdie Welt,
aufBeziehungen und aufBeziehungsprobleme ................ 40
2.2 Grundannahmen II: Unser Blick aufuns selbst -
Rolle, Funktion und Auftrag ............................................... 51
2.3 Aufeinen Blick: Die hypnosystemische Haltung...................... 55
3 Auftragsklärung und Anamnese.................................................... 57
3.1 Contacting und der Umgang mit den allerersten
Informationen ..................................................................... 57
3.2 Vorbereitung aufdas Erstgespräch ............................................ 59
3.3 Begrüßung, Setting und Set-up ................................................. 61
3.4 Herstellen eines sicheren Rahmens............................................ 63
3.5 Überweisungskontext und Eckdaten erfragen........................... 65
3.6 Ein erster Blick auf »das Problem« ............................................ 68
3.7 Ein erster Blick auf »die Lösung« .............................................. 69
3.8 Zielarbeit: Aufbau von positiven Zukunftsbildern.................... 70
3.9 Suche nach Ausnahmen und Unterschieden ........................... 71
3.10 Die Kennenlern-Geschichte als Ressourcen-Booster
utilisieren............................................................................. 72
3.11 Hilfreiche Fragetechniken .......................................................... 74
3.12 Verführen zur Hypnosystemischen Brille: Psychoedukation
von Anfang an ..................................................................... 77
3.13 Arbeiten mit Ressourcen- und Lösungs-Trancen...................... 80
3.14 Metaphernarbeit: Ein erstes Feedback ...................................... 82
3.15 Analyse des Erstgesprächs: Unterscheide Besucherinnen,
Klägerinnen und Klientinnen ......................................... 84
3.16 Vorbereitung des Folgegesprächs............................................... 85
3.17 Auf einen Blick: Auftragsklärung und Anamnese...................... 86
4 Kontextualisieren und Normalisieren .......................................... 89
4.1 Normalisieren durch Verallgemeinerung.................................. 91
4.2 Kontextualisieren von Life-Events............................................ 91
4.3 Normalisieren von Ambivalenz.................................................. 92
4.4 Normalisieren von Unterschieden lebensgeschichtlicher
Grundprägungen ......................................................................... 93
4.5 Kontextualisieren durch Reframing........................................... 97
4.6 Auf einen Blick: Kontextualisieren und Normalisieren........... 98
5 Muster erkennen und unterbrechen ............................................ 99
5.1 Musterunterbrechung aus hypnosystemischer Sicht bedeutet
die Unterbrechung der wechselseitigen Problemtrance....... 99
5.2 Von der Klage zu Sehnsucht - unbewusste Motive hinter
den dysfunktionalen Mustern............................................. 101
5.3 Die gute Absicht hinter destruktivem Verhalten....................... 102
5.4 Der Vulnerabilitäts-Schutz-Zirkel ............................................. 103
5.5 Hauptsache nicht »more ofthe same«: Unterbrechen
dysfunktionaler Muster ...................................................... 106
5.6 Hausübungen als Musterunterbrechung to go.......................... 125
5.7 Auf einen Blick: Muster erkennen und unterbrechen............. 128
6 Im Fahrgastraum der Autobusse: Teilearbeit mit Paaren......... 129
6.1 Zwei Autobusse mit Kurs aufAmbivalenz................................. 129
6.2 Seiten oder Anteile aus hypnosystemischer Sicht ..................... 131
6.3 Wie man das Seitenmodell nutzen kann..................................... 132
6.4 Aufeinen Blick: Teilearbeit......................................................... 162
7 Biografisches Arbeiten..................... 165
7.1 Selbst- und Partnervalidierung der alten Muster...................... 169
7.2 Validierende Sätze ..................................................Y................... 169
7.3 Tranceinduktion in der Biografiearbeit: Arbeit mit
inneren Kindanteilen............................................................ 170
7.4 Aufbauen einer erwachsenen Beobachter:innenposition......... 177
7.5 Aufeinen Blick: Biografiearbeit .................................................. 179
8 Evaluation und Abschluss............................................................... 181
8.1 Wann ist es denn so weit? ........................................................... 182
8.2 Evaluation des Auftrags, eventuell neuer Auftrag oder
Markieren des Endes............................................................ 183
8.3 Ankern, ankern, ankern ............................................................... 185
8.4 Abschlussrituale........................................................................... 186
8.5 Rückfallprophylaxe ...................................................................... 190
8.6 Die eigentliche Verabschiedung.................................................. 191
8.7 Auf einen Blick: Abschlüsse gestalten......................................... 192
9 Besondere Herausforderungen .................................................... 195
9.1 Polyamorie.................................................................................... 196
9.2 Wenn Paar- und Familienthemen sich vermischen................... 201
9.3 Paartherapie mit Personen mit »Diagnosen« ............................ 204
9.4 Wenn Paare sich im Verlaufder Therapie bzw. Beratung trennen 210
9.5 Hartnäckige Problemtrancen (aufseiten der Therapeutinnen) 214
9.6 Aufeinen Blick: Besondere Herausforderungen........................ 221
10 Ankern kann man auch über Geschichten: zwei Fallerzählungen
zum Schluss.............................................................. 223
10.1 Lotte und Leo ............................................................................... 223
10.2 Paul und Lisa................................................................................. 228
Übersicht über die Interventionen.......................................... 231
Literatur..................................................................................................... 233