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Persönlichkeitspsychologie

Motivation, Kognition und Selbststeuerung : ein integratives Lehrbuch
Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Kuhl, Julius
Verfasser*innenangabe: Julius Kuhl
Jahr: 2025
Verlag: Göttingen, Hogrefe
Mediengruppe: Buch
nicht verfügbar

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Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PI.HD Kuhl / College 3f - Psychologie / Regal 333 Status: Entliehen Frist: 28.07.2026 Vorbestellungen: 0

Inhalt

Bei diesem Lehrbuch handelt es sich um die 2., vollständig überarbeitete Auflage des „Lehrbuchs der Persönlichkeitspsychologie“ von Julius Kuhl.
 
Das Lehrbuch beschreibt verschiedene traditionelle Sichtweisen und Ansätze aus der Persönlichkeits- und Motivationspsychologie sowie ihre wichtigsten Forschungsbefunde. Dies geschieht in einer Weise, dass ein integratives Verständnis der menschlichen Persönlichkeit und somit vernetztes Denken erleichtert wird. Die Kapitel sind nicht nach vorherrschenden theoretischen Ansätzen (Schulen) oder Forschungsthemen geordnet, sondern systematisch nach sieben psychischen Prozessebenen: Gewohnheiten, Temperament, Affekt, Stressbewältigung, Motive, komplexe Kognition und Selbststeuerung. Persönlichkeit lässt sich demnach als die für das Individuum typische Art und Weise beschreiben, wie das Zusammenwirken der verschiedenen Prozessebenen das Erleben und Handeln steuert. Nach einem einleitenden Kapitel widmet sich jedes Kapitel des Lehrbuchs einer Prozessebene, behandelt theoretisch-historische Ansätze und stellt aktuelle Befunde vor. Das Lehrbuch schließt mit theoretischen und empirischen Entwicklungen, die das Zusammenwirken verschiedener Prozessebenen beleuchten, und einer Darstellung der Theorie der Persönlichkeits-System-Interaktionen. Zahlreiche Kästen mit Zusammenfassungen, Definitionen und Beispielen gliedern den Text und erleichtern das Lernen. Reflexions- und Übungsaufgaben dienen der Prüfungsvorbereitung.
 
Inhaltsverzeichnis
 
Vorwort: Inhalt, Aufbau und Lernziele............... 11
1 Einführung: Wissenschaftstheoretische und methodische Grundlagen.................................. 19
1.1 Sieben Quellen von Motivation und Emotion..............................................21
1.1.1 Behaviorismus: Was man nicht messen kann, gibt es nicht?............... 22
1.1.2 Brauchen Motivation und Emotion eine Persönlichkeit?.............................24
1.1.3 Sieben Gründe „faul“ zu sein..............26
1.2 Eigenschaft und Situation..................28
1.2.1 Individuelle Unterschiede und Persönlichkeit............................................29
1.2.2 Gibt es stabile Persönlichkeitseigenschaften?...........................................30
1.2.2.1 Untersuchung von Wechselwirkungen zwischen Person und Situation.....33
1.2.2.2 Inter-versus intraindividuelle Ebene. 39
1.2.2.3 Persönlichkeitsdynamik:
Komplexität und Nichtlinearität in Kausalnetzwerken ........ 43
1.3 Neurowissenschaftliche Untersuchung von Persönlichkeit........................ 46
1.3.1 Neurowissenschaften und prozessorientierte Persönlichkeitspsychologie ....... 46
1.3.2 Neurobiologische Grundlagen........... 49
1.3.3 Grundbegriffe der funktionellen Hirnanatomie...........................................50
1.3.4 Spontan-EEG und ereigniskorrelierte Potenziale........................................52
1.4 Priming: Eine wichtige kognitionspsychologische Methode........................ 54
Reflexionsaufgaben ........................................ 54
2 Elementare Kognition: Gewohnheiten, Assoziationslernen, Objektwahrnehmung und Verhaltenspriming......................................... 57
2.1 Theoriegeschichte: Pawlow, Hull, Skinner................................................... 60
2.1.1 Pawlow und das Klassische Konditionieren................................................ 61
2.1.2 Gewohnheitslernen: Hulls Principles of Behavior........................................62
2.1.3 Operantes Konditionieren: Skinners radikaler Behaviorismus........... 64
2.2 Verhaltensroutinen............................66
2.2.1 Intuitive Verhaltenssteuerung: Flexibel, spontan und oftmals vage............... 66
2.2.1.1 Sensomotorische Parallelverarbeitung.......................................................67
2.2.1.2 Sensumotorische Fusion....................69
2.2.1.3 Sensumotorik: Bahnung und Emotionsansteckung....................................70
2.2.2 Objekterkennung:
Genau, gründlich und manchmal zwanghaft........ 71
2.2.2.1 Gestaltgesetze:
Woher wissen die Teile, dass sie zum Ganzen gehören? ...... 72
2.2.2.2 Feldunabhängigkeit: Objekterkennung beeinflusst die Persönlichkeit.............................73
2.2.2.3 Aufmerksamkeit ist der „Leim" der Merkmalsintegration............................73
2.2.2.4 Wie objektiv ist die Objektwahrnehmung?..................................................74
2.2.3 Ab- und Ankopplung von Objektwahrnehmung und Verhaltenssteuerung.......... 76
2.2.4 Neurobiologische Grundlagen von intuitiver Verhaltenssteuerung und Objekterkennung........................79
2.3 Konditionierung primärer Emotionen. 84
Reflexionsaufgaben .........................................85
3 Temperament: Aktivierung und Erregung..................................................87
3.1 Theoriegeschichte: Pawlow, Eysenck, Berlyne............................................ 91
3.1.1 Pawlows Erregungskonzept: Jeder Hund hat eine Persönlichkeit? ... 92
3.1.2 Persönlichkeitsdimensionen:
Von den Großen Drei zu den BigFive................93
3.1.2.1 Eysencks Beitrag zur Persönlichkeitspsychologie............................93
3.1.2.2 Das Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit.................................... 95
3.1.3 Berlyne: Neugier und Erregungsregulation............................................ 100
3.2 Globale Energie: Aktivierung und Erregung .......................................... 101
3.2.1 Motorische Aktivierung:
Wenn Personen impulsiv, opportunistisch oder launisch sind........... 105
3.2.2 Sensorische Erregung:
Wenn Personen sensibel, genau oder nervös sind.......112
Reflexionsaufgaben .......................................117
4 Affekt und Anreizmotivation: Aufsuchung, Vermeidung und Objektbindung ........................119
4.1 Theoriegeschichte: Freud, Lewin, Gray...................................................... 125
4.1.1 Freuds Triebtheorie...........................125
4.1.2 Lewins Topologie des Lebensraums. 127
4.1.3 Belohnungs- und Bestrafungsaffekte: Gray.............................................. 130
4.2 Anreizmotivation: Bahnung und Hemmung des Verhaltens...................... 130
4.2.1 Aufsuchen........................................131
4.2.1.1 Sucht und dopaminerge Substanzen........................................................ 134
4.2.1.2 Anreizmotivation..............................137
4.2.1.3 Individuelle Unterschiede in der Anreizsensibilität.................................. 140
4.2.1.4 Basisbedürfnisse und Homöostase:
Hunger, Durst und Thermoregulation.....141
4.2.2 Vermeiden........................................142
4.2.2.1 Funktionsmerkmale des Bestrafungssystems.........................................143
4.2.2.2 Bestrafungswirkungen: Intelligente Bewältigung..................... 145
4.3 Affektive Vermittlung von Belohnung und Bestrafung.............................. 145
4.3.1 Emotionen als motivationale Regelgrößen................................................146
4.3.2 Positive und negative Affekte:
Gegenpole einer Dimension oder zwei separate Dimensionen? . 148
4.3.3 Zusammenhang zwischen Affekt und elementarer Kognition.............154
Reflexionsaufgaben .......................................155
5 Stressbewältigung und Regression:
Top-down- versus Bottom-up-Steuerung.................. 157
5.1 Theoriegeschichte: Triebunterdrückung und Regression in Freuds Theorie......161
5.1.1 Regression und psychosexuelle Entwicklungsphasen .............................162
5.1.2 Angst und Verdrängung: Von der Traumatheorie zur
Triebunterdrückungstheorie (und zurück)...... 165
5.2 Stressbewältigung: Progression und Regression..................................... 169
5.2.1 Progression: Rationale Modulation von Emotion und Verhalten..........171
5.2.2 Regression: Dysfunktionale Stressfolgen................................................. 175
5.2.2.1 Emotionale und psychosomatische Störungen.........................................176
5.2.2.2 Affektregulationsfähigkeit .............. 181
5.2.2.3 Adaptivität von Affektregulationsstrategien ............................................188
5.2.3 Zur Entwicklung integrativer Kompetenz:
Die Dialektik von Progression und Regression............................191
Reflexionsaufgaben ...................................... 193
6 Motive: Erfahrungsnetzwerke um Bedürfniskerne................................ 195
6.1 Theoriegeschichte: McDougall, Murray, McClelland, Atkinson .................203
6.1.1 Zielgerichtete Motivation durch Instinkte: McDougall.............................. 204
6.1.2 Projektion und Motivmessung: Murray.....................................................204
6.1.3 Von den sozialen Folgen der Motive bis zu ihren biologischen Grundlagen: McClelland ....... 206
6.1.4 Von der Modellierung der Leistungsmotivation bis zur Mathematik der Handlungsdynamik: Atkinson...207
6.2 Motive: Haben oder Sein................. 211
6.2.1 Wirkungsorientierte Motive: Leistung und Macht..................................... 213
6.2.1.1 Das Leistungsmotiv..........................214
6.2.1.2 Das Machtmotiv...............................218
6.2.2 Sein und Erleben: Beziehungs- und Selbstentwicklungsmotive.........223
6.2.2.1 Das Beziehungsmotiv: Von der Abhängigkeit
zur persönlichen Begegnung .... 224
6.2.2.2 Das Freiheitsmotiv: Von der Unabhängigkeit zur sozial-integrativen Selbstentwicklung ................................229
6.3 Testtheoretische Überlegungen und der Operante Motivtest............ 230
Reflexionsaufgaben .......................................234
7 Sinn und Ziele: Kognitive Quellen der Handlungssteuerung............ 235
7.1 Theoriegeschichte: Jung, Kelly, Frankl......................................................237
7.1.1 Kognitive Verarbeitungsstile: Jung.. 237
7.1.2 Kognitive Konstrukte: Kelly.............. 240
7.1.3 Sinnerleben: Frankl..........................242
7.1.4 Intelligenz: Die Messung kognitiver Fähigkeiten.......................................244
7.1.4.1 Methoden der Intelligenzdiagnostik 245
7.1.4.2 Einige Ergebnisse der Intelligenzforschung...........................246
7.2 Kognition: Analytisch versus holistisch.................................................... 246
7.2.1 Analytische Verarbeitung: Konkrete Ziele, Planen, Monosemantik ... 249
7.2.1.1 Begriffsbestimmung: Motive, Ziele, Absichten.......................................... 250
7.2.1.2 Von der Zielbildung zur Umsetzung: Selektions-
und Realisationsmotivation.......................... 251
7.2.1.3 Aufsuchungs- und Vermeidungsziele ......................................................254
7.2.1.4 Kausalattribution und Heckhausens rationales Handlungsmodell......258
7.2.2 Holistische Verarbeitung: Allgemeine Ziele, Sinn, Kreativität.............261
7.2.2.1 Lebensziele......................................267
7.2.2.2 Aufsuchen und Vermeiden: Wohlbefinden und Gesundheit......................268
7.3 Integrativer und reduktiver Bewusstseinsbegriff..................................... 269
7.3.1 Bewusstsein durch Mehrebenen-Verarbeitung.........................................270
7.3.2 Reduktives (Ich-zentriertes) versus integratives Bewusstsein........... 271
7.3.3 Zum Anpassungswert des Bewusstseins.................................................272
Reflexionsaufgaben .......................................275
8 Selbststeuerung: Ich und Selbst....277
8.1 Theoriegeschichte: Erikson, Kohut, Rogers............................................... 282
8.1.1 Erikson: Epigenetische Stufen der Selbstentwicklung.............................282
8.1.2 Kohut: Selbstentwicklung durch Widerspiegeln....................................... 285
8.1.3 Rogers: Wie funktioniert die
„voll funktionstüchtige Persönlichkeit“?................... 286
8.2 Volition: Zentrale Steuerung von Gedanken,
Gefühlen und Verhalten................................. 290
8.2.1 Selbstkontrolle: Wille als Selbstdisziplin .................................................295
8.2.1.1 Analytische Verarbeitung und Selbstkontrolle ........................................300
8.2.1.2 Automatische Verarbeitung und Handlungsabschirmung.......................302
8.2.2 Selbstregulation: Wille als freies Selbstsein ........................................... 305
8.2.2.1 Von der Selbstkontrolle zur Selbstregulation: Zielinternalisierung und Selbstbestimmung.......................... 308
8.2.2.2 Diskrepanzen zwischen impliziten und expliziten Motiven als
Indikatoren geringer Selbstregulation................................................312
8.3 Selbststeuerung von Emotionen.... 319
8.3.1 Selbstkontrollierte Bewältigung von Affekten und Stress: Bewusst und oft anstrengend ........320
8.3.2 Selbstregulierte Bewältigung von negativem Affekt und Stress:
Intuitiv und „von selbst“..................322
Reflexionsaufgaben ...................................... 333
9 Integration und Ausblick...............335
9.1 Verhaltens- und erfahrungsorientierte Verarbeitung auf
sieben Systemebenen... 340
9.1.1 Ebene 1: Intuitive Verhaltenssteuerung und Objekterkennung............ 346
9.1.2 Ebene 2: Aktivierung und Erregung..347
9.1.3 Ebene 3: Positiver und negativer Affekt.................................................... 348
9.1.4 Ebene 4: Progression und Regression......................................................349
9.1.5 Ebene 5: Wirkungsorientierte und erlebnisorientierte Motive............ 350
9.1.6 Ebene 6: Logisch-sequenzielles Denken und ganzheitlich-paralleles Auffassen................................................... 350
9.1.7 Ebene 7: Selbstkontrolle und Selbstregulation........................................ 351
9.2 Interaktionen zwischen den Systemebenen............................................. 355
9.2.1 Absichten, Ziele und Ideale: Warum sind sie präsenter bei Menschen,
die sie nicht realisieren?............. 356
9.2.2 Ganzheitliches Erleben: Komplexe Leistungen und die Dämpfung
negativen Affekts............................358
9.2.3 Die Theorie der Persönlichkeits-System-Interaktionen ..........................359
9.2.3.1 Willensbahnung durch positiven Affekt und Absichtsaktivierung .... 363
9.2.3.2 Selbstentwicklung durch konfrontative Bewältigung negativen Affekts.........366
9.2.4 Persönlichkeitsstörungen: Eine psychofunktionale Interpretation...............................377
9.3 Anwendung: Funktionale Systemdiagnostik........................................... 380
Reflexionsaufgaben ......................................390
Anhang.........................391
Literatur .......................393
Glossar.........................446
Lösungshinweise zu den Reflexionsaufgaben.......................458
Ergänzende Übungsaufgaben ....................... 471
Lösungshinweise zu den ergänzenden Übungsaufgaben........................................473
Sachregister...................................................476

Details

Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Kuhl, Julius
Verfasser*innenangabe: Julius Kuhl
Jahr: 2025
Verlag: Göttingen, Hogrefe
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Systematik: Suche nach dieser Systematik PI.HD
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ISBN: 978-3-8017-3258-5
2. ISBN: 3-8017-3258-4
Beschreibung: 2., vollständig überarbeitete Auflage, 481 Seiten, Illustrationen, Diagramme
Schlagwörter: Emotionspsychologie, Motivationspsychologie, Persönlichkeitspsychologie, Affekt, Gewohnheit, Kognition, Lehrbuch, Motivation, Selbststeuerung, Stressbewältigung, Temperament, Gefühlspsychologie, Motivation / Forschung, Motivation / Psychologie, Motivationsforschung, Psychologische Motivation, Stress / Bewältigung
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Sprache: Deutsch
Früherer Titel: Lehrbuch der Persönlichkeitspsychologie
Fußnote: Enthält Literaturverzeichnis auf Seite [393]-445
Mediengruppe: Buch